Krisenimperialismus – wertkritische Perspektiven und emanzipatorische Praxis

Café Commune | 17.07 | 18 Uhr | lieblings Juzi
Krisenimperialismus mit Tomasz Konicz
Der Vortrag, der sich an die Theoriebildung der Wertkritik anlehnt, soll die Wandlungen imperialistischer Praxis im 21. Jahrhundert beleuchten. Zentral ist hierbei die Wechselwirkung zwischen dem sozioökologischen Krisenprozess, in dem das spätkapitalistische Weltsystem versinkt, und dem Dominanzstreben der erodierenden Staatsapparate. Durch die Kontrastierung mit historischen Formen imperialistischer Machtausübung soll der Begriff des Krisenimperialismus an Kontur gewinnen. Krisenimperialismus ist letztendlich das staatliche Dominanzstreben in der Epoche der Kontraktion des Verwertungsprozesses des Kapitals.
Hierbei sollen die Beziehungen zwischen den Zentren des spätkapitalistischen Weltsystems und dessen Peripherie, wie auch die Umbrüche und Zerfallstendenzen innerhalb der Zentrumsallianzen – insbesondere innerhalb der Nato – thematisiert werden. Die Konflikte und Kriege in Venezuela, in der Ukraine, im Iran, die Auseinandersetzungen um Grönland und die massive Hochrüstung – sie sind ohne Berücksichtigung die Weltkrise des Kapitals nicht zu verstehen, die der Referent anhand ihrer ökologischen wie sozioökonomischen Momente kurz skizzieren wird. In der anschließenden Diskussion sollen Optionen einer emanzipatorischen Praxis inmitten dieser manifesten Systemkrise ausgelotet werden – einer Systemkrise, die ihren barbarischen Fluchtpunkt in einem imperialistischen Großkrieg hat.
Wir freuen uns auf den Vortrag und Debatten.
Eure Redicals



